Scharlach
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Scharlach: Typische Symptome, Ursachen und Behandlung

Was ist Scharlach?

Scharlach ist eine durch Bakterien, genauer gesagt Streptokokken der Gruppe A, verursachte Infektionskrankheit. Sie tritt vor allem bei Kindern im Alter zwischen 3 und 10 Jahren auf, kann aber auch Erwachsene betreffen. Charakteristisch ist ein feinfleckiger, roter Hautausschlag, der oft von Halsschmerzen und Fieber begleitet wird. Scharlach ist hochansteckend und wird meist durch Tröpfcheninfektion, z. B. durch Husten oder Niesen, übertragen.

Symptome

Die Symptome von Scharlach entwickeln sich typischerweise 2 bis 5 Tage nach der Ansteckung und umfassen:

  1. Halsschmerzen und Schluckbeschwerden: Scharlach beginnt oft mit plötzlichen, starken Halsschmerzen. Die Mandeln sind gerötet und können mit einem weißlichen Belag überzogen sein.
  2. Fieber: Typischerweise tritt hohes Fieber auf, das von Schüttelfrost begleitet sein kann.
  3. Hautausschlag: Ein charakteristischer, feinfleckiger Ausschlag tritt meist 12 bis 48 Stunden nach den ersten Symptomen auf. Der Ausschlag beginnt oft im Gesicht und breitet sich auf den ganzen Körper aus. Typisch ist auch die sogenannte "Himbeerzunge", bei der die Zunge rot und stark geschwollen ist.
  4. Kopfschmerzen und allgemeines Unwohlsein: Viele Betroffene klagen über Kopfschmerzen, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein.
  5. Schuppende Haut: Nach etwa einer Woche beginnt die Haut, insbesondere an den Handflächen und Fußsohlen, zu schuppen.

Behandlungsmöglichkeiten

Scharlach wird mit Antibiotika behandelt, um die Infektion zu bekämpfen und die Ausbreitung zu verhindern. Am häufigsten wird Penicillin verschrieben, doch auch andere Antibiotika wie Amoxicillin kommen zum Einsatz.

Unbehandelt kann eine Erkrankung zu ernsthaften Komplikationen wie Mittelohrentzündung, rheumatischem Fieber oder Nierenentzündungen führen. Daher ist es wichtig, die Krankheit frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Wie kann ich Scharlach vorbeugen?

Eine direkte Impfung gegen Scharlach gibt es nicht. Die beste Vorbeugung ist, den Kontakt mit infizierten Personen zu vermeiden und auf eine gute Hygiene zu achten. Regelmäßiges Händewaschen und das Vermeiden von engem Kontakt mit Erkrankten können das Risiko einer Ansteckung reduzieren.

Fazit

Scharlach ist eine häufige Kinderkrankheit, die durch Streptokokken-Bakterien verursacht wird und hoch ansteckend ist. Die Symptome wie Halsschmerzen, Fieber und ein charakteristischer Hautausschlag sind meist gut erkennbar und lassen sich mit Antibiotika effektiv behandeln. Obwohl die Krankheit in der Regel mild verläuft, können Komplikationen auftreten, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Eine gute Hygiene und ein rechtzeitiger Arztbesuch sind entscheidend, um die Ausbreitung von Scharlach zu verhindern.

Für weitere Informationen steht Ihnen der Erregersteckbrief der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Was sind die ersten Anzeichen von Scharlach?

Die ersten Anzeichen sind plötzliche Halsschmerzen, hohes Fieber und ein feinfleckiger Hautausschlag, der oft mit einer "Himbeerzunge" einhergeht.

2. Ist Scharlach ansteckend?

Ja, Scharlach ist hoch ansteckend. Die Bakterien werden meist durch Tröpfcheninfektion (z. B. Husten oder Niesen) übertragen. Der Erkrankte ist ab dem ersten Tag der Symptome ansteckend, bleibt aber nach Beginn der Antibiotikabehandlung in der Regel nicht mehr ansteckend.

3. Kann man Scharlach mehrmals bekommen?

Ja, es ist möglich, Scharlach mehrmals zu bekommen, da es verschiedene Typen von Streptokokken gibt, die die Krankheit auslösen können.

4. Welche Komplikationen können entstehen?

Unbehandelt kann eine Erkrankung zu Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Nierenentzündung, rheumatischem Fieber oder einer Herzmuskelentzündung führen.

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