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Kinderkrankheiten
Mumps: Typische Symptome, Ursachen und Behandlung
Was ist Mumps?
Mumps ist eine hoch ansteckende Virusinfektion, die durch das Mumpsvirus verursacht wird. Diese Erkrankung betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen, die nicht immun sind. Mumps ist vor allem für seine charakteristische Schwellung der Ohrspeicheldrüsen bekannt, die zu den typischen "Hamsterbacken" führt. Obwohl die meisten Fälle mild verlaufen, kann die Krankheit ernsthafte Komplikationen verursachen, insbesondere bei Erwachsenen.
Symptome
Die Symptome von Mumps treten in der Regel 16 bis 18 Tage nach der Infektion auf und umfassen:
- Schwellung der Speicheldrüsen
Die Schwellung betrifft meist die Ohrspeicheldrüsen (Parotis) auf beiden Seiten des Gesichts, kann aber auch nur einseitig auftreten. - Fieber
Leichtes bis mäßiges Fieber begleitet oft die Schwellung. - Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein
Betroffene fühlen sich oft schwach und abgeschlagen. - Kopfschmerzen und Ohrenschmerzen
Diese Symptome können zusätzlich zur Schwellung auftreten. - Appetitlosigkeit
Betroffene Kinder und Erwachsene haben häufig wenig Appetit.
Behandlung
Da Mumps eine virale Infektion ist, gibt es keine spezifische antivirale Behandlung. Die Therapie konzentriert sich auf die Linderung der Symptome:
- Schmerz- und Fiebersenkung: Paracetamol oder Ibuprofen können helfen, Schmerzen und Fieber zu lindern.
- Kühlen der Schwellungen: Kalte Kompressen auf die geschwollenen Drüsen können Schmerzen lindern und die Schwellung verringern.
- Flüssigkeitszufuhr: Viel trinken vermeidet eine Dehydrierung.
- Ruhe: Bettruhe wird empfohlen, um dem Körper zu helfen, sich zu erholen.
Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von etwa zwei Wochen vollständig.
Vorbeugung: Die Mumpsimpfung
Die wirksamste Methode zur Vorbeugung ist die Impfung. In Deutschland ist die Mumpsimpfung Teil der MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln), die im regulären Impfkalender für Kinder enthalten ist.
- Impfplan: Die erste Dosis wird in der Regel im Alter von 11 bis 14 Monaten verabreicht, gefolgt von einer zweiten Dosis im Alter von 15 bis 23 Monaten.
- Impfschutz: Die Impfung bietet einen hohen Schutz vor Mumps. Zwei Impfdosen führen in den meisten Fällen zu einer lebenslangen Immunität.
Weitere Informationen zur Mumpsimpfung erhalten Sie im Impfverzeichnis des Robert Koch Instituts.
Mögliche Komplikationen bei Mumps
Obwohl Mumps oft mild verläuft, kann die Krankheit ernsthafte Komplikationen verursachen, insbesondere bei Jugendlichen und Erwachsenen:
- Hodenentzündung (Orchitis): Diese tritt bei etwa 25% der erwachsenen Männer auf, die erkranken, und kann in seltenen Fällen zu Unfruchtbarkeit führen.
- Ovarialentzündung (Oophoritis): Frauen können eine Entzündung der Eierstöcke entwickeln, die Schmerzen und Unwohlsein verursacht.
- Pankreatitis: Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme verursacht.
- Meningitis und Enzephalitis: Mumps kann zu einer Entzündung der Hirnhaut (Meningitis) oder des Gehirns (Enzephalitis) führen, was ernste gesundheitliche Folgen haben kann.
- Hörverlust: In seltenen Fällen kann Mumps zu dauerhaftem Hörverlust führen.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Was sind die ersten Anzeichen von Mumps?
Die ersten Anzeichen sind Schwellungen und Schmerzen in den Ohrspeicheldrüsen, begleitet von Fieber, Kopfschmerzen und allgemeinem Unwohlsein.
2. Wie lange dauert die Ansteckungszeit bei Mumps?
Die Ansteckungszeit beginnt etwa 7 Tage vor und endet etwa 9 Tage nach dem Auftreten der Schwellung.
3. Kann man Mumps mehrmals bekommen?
Nein, wer einmal an erkrankt ist, entwickelt in der Regel eine lebenslange Immunität. Die Impfung bietet ebenfalls langfristigen Schutz.