Masern
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Masern: Typische Symptome, Ursachen und Behandlung

Was sind Masern?

Masern sind eine hoch ansteckende Virusinfektion, die durch das Masernvirus verursacht wird. Diese Krankheit betrifft vor allem Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen, die nicht immun sind. Masern sind weltweit verbreitet und können schwerwiegende Komplikationen verursachen.

Symptome

Symptome treten in der Regel 7 bis 14 Tage nach der Infektion auf und entwickeln sich in zwei Phasen:

  1. Prodromalstadium (Vorläuferstadium):
    • Fieber: Oft hoch (über 39°C) und anhaltend.
    • Husten: Trockener Husten, der oft mit Schnupfen und Halsschmerzen einhergeht.
    • Bindehautentzündung: Rote, lichtempfindliche Augen.
    • Koplik-Flecken: Kleine, weiße Flecken auf der Mundschleimhaut, die ein typisches Zeichen für Masern sind.
  2. Exanthemstadium (Hautausschlag):
    • Ausschlag: Nach 3 bis 5 Tagen entwickelt sich ein charakteristischer roter, fleckiger Hautausschlag, der am Kopf beginnt und sich über den gesamten Körper ausbreitet.
    • Fieberanstieg: Mit dem Auftreten des Ausschlags steigt das Fieber oft nochmals an.
    • Allgemeines Unwohlsein: Starke Müdigkeit, Schwäche und Appetitlosigkeit begleiten die Krankheit.

Der Ausschlag hält in der Regel etwa eine Woche an, bevor er verblasst und sich schuppende Haut entwickelt.

Behandlung

Es gibt keine spezifische antivirale Behandlung für Masern. Die Therapie konzentriert sich auf die Linderung der Symptome und die Vorbeugung von Komplikationen:

  • Fiebersenkung: Paracetamol oder Ibuprofen können verwendet werden, um das Fieber zu senken.
  • Flüssigkeitszufuhr: Es ist wichtig, ausreichend zu trinken, um eine Dehydrierung zu vermeiden.
  • Ruhe: Bettruhe wird empfohlen, um den Körper zu schonen und die Genesung zu unterstützen.
  • Behandlung von Komplikationen: Bei bakteriellen Sekundärinfektionen, wie z. B. Lungenentzündungen, können Antibiotika erforderlich sein.

In schweren Fällen kann eine stationäre Behandlung notwendig sein.

Vorbeugung: Die Masernimpfung

Die effektivste Maßnahme zur Vorbeugung von Masern ist die Impfung. Die Masernimpfung ist in Deutschland Teil des regulären Impfplans für Kinder und wird in Kombination mit Impfungen gegen Mumps und Röteln (MMR-Impfung) angeboten.

  • Impfplan: Die erste Dosis wird in der Regel im Alter von 11 bis 14 Monaten verabreicht, gefolgt von einer zweiten Dosis im Alter von 15 bis 23 Monaten.
  • Impfschutz: Die Impfung bietet einen hohen Schutz vor Masern. Zwei Impfdosen führen zu einer nahezu lebenslangen Immunität.

Dank der Masernimpfung sind die Infektionszahlen in vielen Ländern zurückgegangen. Allerdings werden vor allem in Regionen mit niedrigen Impfraten immer wieder begrenzte Ausbrüche verzeichnet. Detaillierte Informationen zur Masernimpfung erhalten Sie vom Bundesministerium für Gesundheit.

Mögliche Komplikationen der Masern

Masern können schwerwiegende Komplikationen verursachen, insbesondere bei kleinen Kindern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Zu den möglichen Komplikationen gehören:

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Sind Masern ansteckend?

Ja, Masern sind hoch ansteckend. Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion (z. B. Husten oder Niesen) übertragen und kann sich schnell in Gemeinschaften mit niedriger Impfquote ausbreiten.

2. Kann man Masern mehrmals bekommen?

Nein, wer einmal erkrankt ist, entwickelt eine lebenslange Immunität. Die Impfung bietet ebenfalls langanhaltenden Schutz.

3. Wie lange dauert es, bis Masern vollständig ausheilen?

Die meisten Menschen erholen sich innerhalb von zwei bis drei Wochen vollständig. Der Hautausschlag verschwindet in der Regel nach einer Woche, aber Schwäche und Müdigkeit können länger anhalten.

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